Zahnärztekammer Schleswig-Holstein - Pressemeldung

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Logo der Zahnärztekammer S.H.

54. Fortbildungskongress der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein eröffnet:

Implantate – die elegante Zahnersatzversorgung



Während es die meisten Sylt-Gäste dieser Tage an die Strände der Insel lockt, weilen mehr als 1200 von ihnen seit Montag aus beruflichen Gründen auf der Insel: Bereits zum 54. Mal jährt sich der Fortbildungskongress der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein, der nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt hat: Aus ganz Deutschland und sogar der Schweiz sind Zahnärzte und Helferinnen angereist, um bei der bereits seit Wochen ausgebuchten Fortbildung ein vielschichtiges Kursprogramm rund um das Thema "Implantate – in aller Munde?" zu frequentieren.

Für den bundesweit größten zahnärztlichen Wochenkongress haben Kammervizepräsident Dr. Michael Brandt und sein Team einmal mehr ein anspruchsvolles Programm mit versierten Experten arrangiert: 19 Referenten aus Deutschland, der Schweiz, den USA und sogar Australien werden die Teilnehmer noch bis Freitag in nahezu 50 Seminaren und Vorträgen praxisnah unterweisen. Ergänzend dazu präsentieren zahlreiche Dentalaussteller im Foyer des Westerländer Congress Centrums Sylt Neuheiten für die Praxen.

In seiner Eröffnungsrede unterstrich Kammerpräsident Dr. K. Ulrich Rubehn: "Implantate haben sich nicht nur als gängige Art für Zahnersatz – als Unterbau wohlgemerkt – durchgesetzt, sondern genießen gesellschaftlich einen hohen Stellenwert als elegante Zahnersatzversorgung" und ergänzte in diesem Zuge: "Ohne die Detailkenntnisse von Zahnersatzversorgungen auf der Basis von Implantaten schneidet sich ein Zahnarzt heutzutage einen wichtigen Teil seines Professionsspektrums ab." Schon lange komme die moderne Zahnheilkunde ohne Implantate nicht mehr aus, deren Bedeutung von zunehmender Relevanz sei: "Wir müssen die Wünsche der Menschen, ohne herausnehmbaren Zahnersatz leben zu können, ernst nehmen und die Frage nach Implantaten nicht mit dem Verweis auf die kostengünstigen Modellguss-Prothesen abbügeln."

Auch den zunehmenden Stress im Beruf thematisierte der Kammerpräsident: "Wir spüren, dass wir unter der täglichen Routine und den wachsenden Anforderungen im Verwaltungsbereich zu ersticken drohen. Manch einer von uns funktioniert inzwischen vielleicht nur noch wie eine Marionette der eigenen und fremden Vorgaben. Je nach persönlicher Stabilität kann das im Burnout enden – spätestens dann wird es Zeit zum Nachdenken und zum Auswechseln eingefahrener Schemata: Sei es durch einen Kurzurlaub, der neue Perspektiven eröffnet, oder aber durch eine Fortbildung, die Gedanken für neue Wege des eigenen Diagnostizierens und des eigenen Therapierens frei macht."

Von Seiten der Gemeinde Sylt würdigte Bürgermeisterin Petra Reiber die langjährige Treue der Zahnärztekammer zu Westerland: "Zwischen uns herrscht eine vertraute Verbundenheit." Die Insel als populäre Urlaubsdestination biete den Teilnehmern der traditionsreichsten und größten Fortbildungsveranstaltung auf Sylt zudem den idealen Rahmen, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Einen besonderen Dank zollte die Bürgermeisterin Dr. Brandt für die neuerliche Organisation des "Dental Golf-Cup", der alljährlich vierstellige Summen zugunsten des Projekts "Sylter Familien in Not" erbringt: Am Freitag wird das Charity-Turnier auf dem anspruchsvollen 18-Loch-Links-Course des Marine-Golf-Clubs Sylt ausgetragen.

In guter Tradition wurde die Fortbildung nach der Eröffnung durch einen – bewusst – fachfremden Vortrag eingeleitet: Unter der Fragestellung "Globalisierung – sind wir noch zu retten?" führte Franz Josef Radermacher, Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, das Auditorium in das äußerst aktuelle Thema ein und plädierte dabei für weltweite ökosoziale Marktwirtschaft und eine gerechtere Globalisierung zugunsten einer "Welt in Balance".